Begriffe kurz erklärt.

Alle Quellen zu den Informationen im Glossar finden Sie hier.
 
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Salland

Fronland, das in der mittelalterlichen Grundherrschaft als ursprüngliches Familiengut des Grundherren unmittelbar zum Salgut, also zum Fronhof gehörte.
 
 

Schilderei

bildliche Darstellung, Gemälde.
 
 

Schlag

Einzelnes Ackerstück innerhalb der Feldeinteilung.
 
 

Schloss

Wohnsitz eines Fürsten oder vornehmen Herrn, der im Gegensatz zur Burg nicht auch der Verteidigung dient. Im ostelbischen Raum beschränkt sich der Begriff auf die Häuser regierender Fürsten und weniger Angehöriger des Hochadels.
 
 

Schlossgesessen

Familie oder Geschlecht, das ein mit gewissen Hoheiten versehenes Schloss bzw. Gut besitzt und auch burggesessen, beschloßt und geschloßt genannt wird.
 
 

Schnitter

Im hier interessierenden Zusammenhang Saisonkräfte für die Getreideernte, die seit dem 19. Jh., nach der Bauernbefreiung notwendig waren und zumeist aus Polen kamen, untergebracht wurden sie in sog. Schnitterkasernen.
 
 

Schweizerei

Norddeutsche Form für Holländerei, weil in sich hier für die Melker und Viehwärter der Name Schweizer eingebürgert hatte, was wiederum darauf zurück zu führen ist, dass das männliche Stallpersonal oft aus der Schweiz kam.
 
 

Separation

Zusammenfassende Bezeichnung Regulierung, Gemeinheitsteilung und Verkoppelung, die das Herauslösung einzelner Anteile an den durch die Dreifelderwirtschaft vorgegebenen Gewannen und die Zusammenlegung des jeweiligen Eigentums der Ackerhufen sowie die Aufteilung gemeinsam genutzter Teile der Gemarkungen wie Weide oder Wald meint. Das Ergebnis war die deutliche Trennung von Bauern- und Gutsland.
 
 

Sod

Ursprünglich angelegte Schöpfstelle, später Brunnen; im Mecklenburgischen zumeist für Ziehbrunnen.
 
 

Souterrain, Souterraingeschoss

Geschoss unter dem Erdgeschoss, das zumeist halb unter, halb über dem Gelände liegt.
 
 

Span

Dünne Scheibe Holz; in Baubeschreibungen zumeist (Eichenholz)-Schindeln der Einfachdachdeckung.

 
 

Sparrenwerk

Hölzernes Dachtragwerk

 
 

Ständestaat

Staatswesen, in dem die bestehenden Stände, durch ihre Vertretungen an den Staatsgeschäften teilhaben; in Mecklenburg, in dem sich diese eigentlich spätestens seit dem 19. Jh. überholte Form bis 1918 erhielt, waren es der Herzog, die Ritterschaft und die Städte, die an der Regierung beteiligt waren.
 
 

Stech

Sog. Vorsteckling, der bewegliche Teil eines Türverschlusses, bei dem der mit einem Schlitz versehene Überfall, Überwurf über dem Hespen befestigt wird.
 
 

Stuckdecke

Innenraumdecken mit profiliert gearbeiteten und überwiegend aus Gips hergestellten plastischen Dekorationen mit floralen oder szenischen Motiven im Geschmack der jeweiligen Stilepoche
 
 

Stufengiebel

Ein gemauerter Hausgiebel mit abgetreppter Kontur.
 
 

Substruktion

Unterbau eines Bauwerkes zur Herstellung einer ebenen Fläche.