Lennépark Basedow

Dorfstraße 110, 17139 Basedow

Die 200 ha große Anlage in Basedow gilt als eines der bedeutendsten Werke des deutschen Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné.


Adolf Friedrich Graf v. Hahn beauftragte Lenné und den Hofbaurat Friedrich August Stüler, auf 200 Hektar Land eine „Ornamented Farm“ zu schaffen. Der Begriff stammt aus dem Buch von Stephen Switzer „the Nobleman, Gentleman and Gardener’s Recreation“ (1715) und beschreibt die Anlage eines Landsitzes sowohl nach ästhetischen wie nach landwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Lenné hebt auf diese Gartentheorie ab wenn er 1835 in Basedow die Einheit von Ästhetik und effektiver wirtschaftlicher Nutzung verwirklicht und sowohl das Dorf als auch die umgebende Landschaft in die Parkgestaltung mit einbezieht.

Lenné schmückte und gliederte die Weidenflächen, die für die Pferde- und Schafzucht genutzt wurden, mit Baumpflanzungen. Malerische Teiche und sanft geschwungene Wege prägen die Parklandschaft. Ein als Reit- und Kutschweg gedachter Rundweg, an dem zwei Großsteingräber liegen, begrenzt den Bereich östlich hinter dem Schloss. Dieser führt weiter nach Westen als sogenannter Balkonweg, verläuft auf einem Höhenzug zum ehemaligen Tiergarten im Buchenwald und umschließt das Dorf. Links und rechts des Weges verschließen oder öffnen Pflanzungen den Blick in die Landschaft. Baumgruppen auf Wiesen und Ackerflächen betonen Bodenerhebungen und schmücken die Uferzonen der Teiche.

Durch die Gestaltung auch außerhalb des Parks liegender Flächen entstand der Eindruck einer unendlichen Parklandschaft.

Die gesamte Anlage in Basedow bestehend aus Landschaftspark, Schloss, Dorf und umgebender Landschaft steht seit dem Jahr 1985 unter Denkmalschutz und kann besichtigt werden.

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