Schlosspark Remplin

17139 Remplin

Das Aussehen des etwa 33 ha großen Parks mit der ehemaligen Guts- und Schlossanlage wird geprägt durch Eichengruppen, Alleen und Wassergräben.


Remplin gehörte seit dem 13. Jahrhundert der Familie von Hahn. Der große barocke Park wurde Mitte des 18. Jahrhunderts anlegt. Unter Friedrich II. Hahn (1742-1805) erlebte das Anwesen ab 1778 seine Blütezeit. Ein Gartenplan von 1779 zeigt neben einer klaren Mittelachse mit einer vierreihigen Allee (allée double) auch viele Parkarchitekturen wie Vogelhaus, Lusthaus, Menagerie, Orangerie und Treibhäuser. Reisebeschreibungen aus der damaligen Zeit belegen, dass viele Teile des Plans tatsächlich realisiert wurden.

Herzog Georg von Mecklenburg-Strelitz, der Remplin 1851 erwarb, ließ das Schloss umbauen und beauftragte Peter Joseph Lenné mit der Neu- und Umgestaltung des Parks. Die barocke Grundstruktur mit den Alleen und Kanälen blieb bestehen. Die dazwischen liegenden Quartiere wurden gefüllt. Zusätzlich wurden weit geschwungene Wege und ein Rosengarten vor dem Südflügel des Schlosses angelegt. Im Nordwesten neben dem Küchengarten entstand die Orangerie.

1859 wurde das Observatorium, das Ende des 18. Jahrhunderts am nördlichen Ende des Breiten Kanals im Park errichtet wurde, bis auf den Turm der Sternwarte abgerissen. Im April 1940 brannte das Schloss bis auf den Nordflügel nieder. 1962 bis 1987 entstanden an dieser Stelle mehrere Gebäude.

Ein Graben im Gelände begrenzt den zentralen Parkbereich. Im Süden ist der Park von flachem Weideland umgeben, welches sich bis zum Dahmer Kanal erstreckt. Den Abschluss der Gutsanlage nach Westen bildet der barocke Torturm.

Heute gehört der Park der Stadt Malchin, die sich um die Erhaltung und Pflege kümmert. Der noch vorhandene Altholzbestand ist zum großen Teil abgängig. Nach einem Konzept von 1996 wurden erste Schritte zur Rekonstruktion des historischen hydrologischen Gesamtsystems des Parks unternommen. Gräben und Kanäle führen wieder Wasser. Besonderheiten des Parks sind unter anderem die alte Sternwarte, die ehemalige Dorfkapelle und der barocke Torturm im Westen des Parks.

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